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Imi Surreal

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Aktuell (Januar 2015) laufen im Kunstmuseum Wolfsburg zwei Ausstellungen. Zum einen “Imi Knoebel. Werke 1966 − 2014″ (noch bis zum 15. Februar 2015), zum anderen “RealSurreal – Meisterwerke der Avantgarde-Fotografie. Das Neue Sehen 1920-1950. Sammlung Siegert” (noch bis zum 6. April 2015).

Zur erstgenannten gibt es aus meiner Sicht wenig zu sagen, dazu fand ich sie persönlich zu langweilig. Zwei Werke stechen für mich heraus: “Die Schlacht”, ein großflächiges Bild, Lack auf Hartfaser. Diese wurde immer wieder bearbeitet, so das, auch durch den dick aufgetragenen Lack, eine spannende Plastizität entstanden ist, welche wirkt. Das andere heißt “Schwarzes Kreuz” (1968), zusammengestellt aus 4 Quadraten mit knapp einem Meter Kantenlänge (99,5cm laut begleitendem Katalog, welche wirklich sehr informativ ist). Es erinnert direkt an das “Schwarzes Quadrat auf weißem Grund” von Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch (1915), kann jedoch nicht an dessen visuelle Wirkung und Bedeutung für die Malerei heranreichen. Genug davon.

Die zweite Ausstellung widmet sich dem Neuen Sehen in der Fotografie, welches sich ab den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts widmet. Die Ausstellung öffnet mit sehr alten Fotografien, die frühesten von 1840 und nur hinter Vorhängen zu entdecken. Sie unterteilt sich in drei Bereiche, wobei der erste sehr vom Bauhaus und der dort entwickelten neuen Ästhetik getrieben ist. Die beiden anderen Bereiche zeigen damalige Entwicklungen in Paris und Prag.

Somit spannt sich ein interessanter Bogen, bei dem vor allem Prag und die dortige Avantgarde neu für mich waren. Den Abschluss der eigentlichen Ausstellung bilden 6 avandgartistische Schwarz-Weiß-Filme, wobei mir hier Moholy-Nagys Ansichten Berlins gut gefallen haben. Gut werden die Auswirkungen des Neuen Sehens in der Fotografie auf den Film gezeigt.

Nach diesen Filmen werden der alten Avantgarde Werke zeitgenössischer Fotografen gegenüber gestellt. Der ewig langweilige Gursky darf nicht fehlen, aber auch nicht Cindy Shermann oder Nobuyoshi Araki.

Um es kurz zu machen: Nicht nur im Vergleich zur eher mäßigen Knoebel-Ausstellung sticht “RealSurreal” aus vielen der in letzter Zeit gesehen Fotografie-Ausstellungen, inklusive “100 Jahre Leica” in den Deichtorhallen (Ende 11. Januar 2015) sowie “Magnum . Contact Sheets” in der zum Glück wieder eröffneten c/o Galerie, heraus. Unbedingte Empfehlung für jeden, der sich für Fotografie interessiert. Der Katalog, erschienen im Wienand Verlag, lohnt sich.

Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt erneut seine Stärke beim Kuratieren spannender Ausstellungen (RealSurreal) sowie das Potential der großen Halle, deren hohe Wände Fläche und Raum für beeindruckende Ausstellungen bieten (z.B. “James Turrell. The Wolfsburg Project” Ende 2009/Anfang 2010). Leider kann Imi dieses Potential nicht nutzen.

Written by Rayk Fenske

January 11, 2015 at 6:34 pm

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Meisterhäuser 2.0

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In Dessau wurde die Lücke geschlossen und die beiden Meisterhäuser von Gropius sowie Moholy-Nagy neu errichtet und die Tage nun eröffnet. Bilden die alten Häuser die Architektur und damit verbundenen Lebensweise ab, scheinen sich die Neubauten vor allem im Inneren zu unterscheiden. Ein guter Grund also, das Bauhaus, die Meisterhäuser und Dessau (erneut) zu besuchen.

http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Meisterhaeuser_in_Dessau_eroeffnet_3562941.html

Written by Rayk Fenske

May 25, 2014 at 2:32 pm

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Dealer

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This video covers Burials “River Dealer” track atmosphere brilliantly. Nice piece.

DEALER from Ben Dawkins on Vimeo.

(via Hyperdub Records)

Written by Rayk Fenske

May 25, 2014 at 1:17 pm

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Weihnachten 2013 – Symbolbild

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Weihnachten 2013 - Symbolbild

Written by Rayk Fenske

December 24, 2013 at 11:07 am

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Ästhetik > Kritik

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Via Twitter bin ich heute auf eine Kritik über Edward Burtynskys neue Serie WATER beim Freitag gestossen.

Sie beschreibt ziemlich genau, was ich beim Besuch der entsprechenden Ausstellung in London gefühlt habe und vor alle, was ich bei den anderen Ausstellungsbesuchern wahrgenommen habe: Beim Betrachten der erst einmal großartigen Bilder tritt das problematische, das Kritik würdige deutlich in den Hintergrund bzw. es tritt gar nicht erst zu Tage. War es mir bei OIL (gesehen bei c/o berlin an der alten Adresse) noch leicht möglich, auf Grund des Gesehenen westliche Zivilisationsstandards, basierend auf fossilen Rohstoffen, in Frage zu stellen, gelingt es mir bei WATER kaum noch auf Grund der Bilder. Wie die anderen Besucher fragte ich mich immer wieder nur, ob dies wirklich noch Fotographien sind oder nicht doch schon Gemälde. Es war für mich auch schwer zu erkennen, was ich da genau sehe. Und so spannte sich die Diskussion im Grunde nur über ästhetische Fragen, das Spiel von Farben in diesen monumentalen Aufnahmen. In eine ähnlich Falle laufen unter anderem auch Architekturfotographien von Monumentalbauten, die in Phasen von Diktaturen entstanden sind.  Als Beispiel kann hier CCCP (Cosmic Communist Constructions Photographed) erwähnt werden, auch wenn der Fokus der Serie auf spannende Bauprojekte neben dem sozialistischen Monumentalstandard liegt. Es gelingt leider nur zu gut, von der Perversion abzulenken, die hinter diesen besonderen Bauten steckt.

Die ohne Frage beeindruckende Ästhetik verführt den Betrachter.

Written by Rayk Fenske

December 1, 2013 at 12:05 pm

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Panorama glitch

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Panorama glitch

Written by Rayk Fenske

October 4, 2013 at 6:04 am

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Schöner Sonntag!

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DSCF0237

Written by Rayk Fenske

September 15, 2013 at 5:55 am

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